Bereits in den 80er Jahren wuchs die Anzahl der Spielautomaten, die du in Kneipen und anderen Einrichtungen hättest vorfinden können. Natürlich brachten diese Geräte dem jeweiligen Betreiber eine ganze Menge Geld ein. Doch Spielgeräte hatten auch damals schon einen so enormen Reiz auf Spieler ausgeübt, dass eine Spielsucht nicht weit war. Als dann Spielhallen auf den Markt kamen, kristallisierte sich die Problematik, die auch heute noch besteht, stark heraus. Spielsucht ist in typischen Spielhallen beinahe schon zur Normalität geworden. Dafür gibt es zahlreiche Gründe, die auch dich ganz sicher interessieren werden.

Schutz vor der Sucht

Vor einigen Jahren wurde der sogenannte „Spielerschutz“ eingeführt. Dieser besagt, dass du in jeder Spielhalle in Form von Handzetteln und Warnaufklebern auf die Suchtgefahr in hingewiesen werden musst. Bist du Raucher? Wenn dem so ist, dann weißt du sicherlich auch, dass dieser vermeintliche Spielerschutz genauso effektiv ist, wie die „Rauchen gefährdet Ihre Gesundheit“ Aufdrucke auf Zigarettenschachtel. Wer erst einmal der Spielsucht verfallen ist, stört sich nicht wirklich an dem, was irgendwo geschrieben steht. Dass sowohl rauchen als auch übermäßiges Spielen schädlich ist, weiß nun wirklich jeder, nicht wahr? Dennoch lassen sich Spielsüchtige nicht davon abbringen, weiter Geld auszugeben, was sie womöglich nicht einmal mehr besitzen.

Keine Maßnahmen in Spielhallen

Während du in Spielbanken registriert und dein Spielverhalten ständig unter Kontrolle gehalten wird, gibt es in Spielhallen keinerlei Maßnahmen gegen eine potentielle Spielsucht. Aus einer Spielbank würdest du hingegen verbannt werden und man spricht dir ein komplettes Besuchsverbot aus, das nicht nur für eine spezielle Spielbank gilt. Spielhallen handhaben das Ganze ein wenig anders, denn dort gibt es solche Vorgaben einfach nicht. Meist ertönen von Spielhallenbetreibern und vom Personal nur Sätze wie: „Wenn wir die Person der Halle verweisen, geht sie eben zur Konkurrenz.“ Leider führt das dazu, dass dich im schlimmsten Fall niemand vor dir selbst schützen wird.

Vorbeugungen gegen die Sucht

Die auf 12 Geräte beschränkte Anzahl an Geldspielgeräten und der Maximaleinsatz von nur 20 Cent pro fünf Spielsekunden sollen einer möglichen Spielsucht in Spielhallen vorbeugen. Somit kannst du höchstens 80 Euro in einer Stunde Spielzeit verlieren. Immer noch ein großer Betrag für jemanden, der bereits all sein Hab und Gut verspielt hat. Schließlich könntest du die Spielhalle wechseln und wie gewohnt weiter spielen. Ziel von Spielhallen ist es, deine Gewinnaussichten so zu reduzieren, dass du bei einer potentiellen Spielsucht das Interesse am Verzocken deines Geldes schnell verlierst.